Sicher Ausreiten - niemals ohne Kappe und Reiterunfallversicherung

Reiterunfallversicherung für jeden Ausritt auch mit Kappe

Die Reiterunfallversicherung ist neben der Pferdehaftpflicht wohl die wichtigste Pferdeversicherung, denn die Zeit der Getreideernte ist gekommen und welcher Reiter träumt dann nicht davon, mit seinem Pferd über ein Stoppelfeld zu galoppieren. Wenn man diesen Traum dann in die Realität umsetzt, kann er jedoch ganz schnell zum Alptraum werden. Um dies zu vermeiden, gibt es einiges zu beachten bzw. entsprechend vorzubereiten.

Zunächst einmal sollten Pferd und Reiter über eine entsprechende dressurmäßige Grundausbildung verfügen, die es dem Reiter jederzeit ermöglicht, Tempo und Richtung zu bestimmen. Dies klingt zunächst recht banal, kann aber bei einem plötzlich aus dem Gebüsch aufspringenden Reh oder entgegenkommenden Erntefahrzeugen auf schmalen Feldwegen schwierig werden. Genau diese Ereignisse kann man natürlich auch nicht auf dem Reitplatz üben, aber mit ein bisschen Fantasie und einem Helfer kann man vergleichbare Schreck- und Fluchtsituationen provozieren und damit auch trainieren.

Als nächstes ist die richtige Ausrüstung von Pferd und Reiter wichtig. Das Pferd sollte mit gut sitzenden Gamaschen ausgestattet sein, bei denen möglichst kein Sand zwischen Bein und Gamasche gelangt (Scheuergefahr), die auch im nassen Zustand an Ort und Stelle bleiben (nach Durchreiten einer Pfütze) und die auch einem dagegen schlagenden Ast standhalten. Es ist sicherlich auch sinnvoll, zum Ausreiten einen Spring- oder Vielseitigkeitssattel zu verwenden, da dieser einem im leichten Sitz und einem im Gelände doch häufiger mal vorkommenden Sprung zu Seite doch mehr Halt geben.

Eventuell ist es unter Sicherheitsaspekten auch sinnvoll, ein Martingal zu verwenden. Dieses kann in kritischen Situationen verhindern, dass das Pferd sich völlig der Einwirkung des Reiters entzieht, indem es den Kopf nach oben reißt. Wichtig sind auch Zügel, die trotz Einwirkung von Nässe griffig bleiben. Nichts ist unangenehmer als regennasse Lederzügel. Auf jeden Fall sollte man einen Hufkratzer dabei haben, um im Huf/Eisen festsitzende Steine zu entfernen. (Einen eingetretenen Nagel auf gar keinen Fall entfernen, da der Tierarzt später nicht mehr die Richtung und Eintrittstiefe feststellen kann)

Der Reiter sollte selbstverständlich einen der geltenden DIN Norm entsprechenden Reithelm mit Dreipunkt-Befestigung tragen. Das Tragen einer Sicherheitsweste ist auch sinnvoll, sollte aber vorher schon auf dem Reitplatz getestet worden sein, da man unter Umständen doch etwas in der Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Nach Möglichkeit sollte man immer zu zweit Ausreiten. Falls doch mal etwas passieren sollte, kann der zweite Reiter entweder selber helfen oder Hilfe besorgen (Handy mitnehmen und Rufnummern von Hilfskräften parat haben). Nach Möglichkeit sollte die Begleitung schon ein sicheres Geländepferd sein, um kritische Situation zu entschärfen, indem es dem unerfahrenen Pferd vorweg geht. Auch sollte man im Reitstall Bescheid sagen, welche Route man reiten will und wann man ungefähr zurück ist. Ansonsten geht im Notfall wertvolle Zeit verloren nach der Suche von Pferd und/oder Reiter oder es fällt unter Umständen erst nach Stunden auf, dass wohl etwas passiert ist.

Wenn man zu zweit oder mit noch mehr Pferden ausreitet, ist auf jeden Fall auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten. Im Gelände ist eine Pferdelänge im Schritt sicherlich noch ausreichend, im Trab oder Galopp sollten es dann aber doch besser drei bis vier Pferdelängen sein, um bei einem plötzlichen Abbremsen oder Scheuen des Vorderpferdes noch genügend Platz und Zeit zum Ausweichen bzw. Durchparieren zu haben.

Ausreiten mit dem Schutz der Reiter UnfallversicherungEs versteht sich von selbst, dass man nur auf den dafür freigegebenen Wegen reitet und die Gangart den Bodenverhältnissen anpasst. Auch sollte man auf einem schlecht einsehbaren Weg nicht unbedingt galoppieren. Wenn einem dann andere Reiter, Fußgänger oder Radfahrer entgegenkommen und nach einer Kurve plötzlich vor einem stehen, kann dies schnell zu einer extrem gefährlichen Situation werden. Dass man auf andere Reiter und sonstige im Gelände befindlichen Naturliebhaber Rücksicht nimmt, diese grüßt und nur im Schritt passiert, ist wohl selbstverständlich.

Auf gar keinen Fall sollte in der Dämmerung oder in der Dunkelheit ausgeritten werden. In dieser Zeit wird gejagt und es ist sicherlich für jeden vorstellbar, welche Gefahren für Pferd und Reiter damit verbunden sind. Auch sollte man sich bei dem örtlichen Jäger informieren wann Treibjagden stattfinden. Sicherlich ist kein Jäger darauf aus Pferd und Reiter in Gefahr zu bringen, bloß wenn diese der Jagd nachgehen, sind sie darauf konzentriert und können sie sich nicht noch zusätzlich um plötzlich auftauchende Reiter kümmern.

Um abschließend noch mal auf das Stoppelfeld zurückzukommen: Auch wenn man es als Reiter vielleicht nicht ganz einsieht, so sollte man sich vor dem Bereiten der Felder informieren, ob die Landwirte als Eigentümer/Pächter damit auch einverstanden sind. Auch sollte man das Feld zuvor im Schritt abgeritten sein, denn leider gibt es immer mal wieder Karnickelbauten in diesen, die dann, im Galopp darauf getreten, zu schweren Stürzen und Verletzungen von Pferd und Reiter führen können.

So bleibt es leider unverständlich, warum nicht jeder Reiter eine leistungsstarke Reiter Unfallversicherung besitzt. Pferdehaltung kostet viel Geld, gern wird auch die teure Decke gekauft oder die Fliegenkappe passend zu den Gamaschen gewählt - für eine gute Pferdeversicherung und im Speziellen doe Reiter Unfallversicherung wird das Geld nicht gern verwendet. Dabei ist die Reiter Unfallversicherung die Basis für die Lösung aller folgenden Probleme, die ein Reitunfall mitsich bringt.

Die lebenslange Rentenzahlung der Reiter Unfallversicherung ermöglicht es, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Geldleistung der Pferdeversicherung ermöglicht es zum Beispiel auch, dass der Reiter sein Pferd nicht sofort verkaufen muss - wenn man nicht mehr arbeiten gehen kann nach dem Unfall, ist der Verkauf des Pferdes sonst leider sehr schnell unvermeidbar.

pferd-versichert.de bietet seinen Kunden, die eine Pferdehaftpflicht abgeschlossen haben, einen Zusatzbaustein in der Reiter Unfallversicherung: bei bestehender Pferdehaftpflicht erhält der Pferdehalter in der Reiter Unfallversicherung die doppelten vereinbarten Geldleistungen, wenn der Reiter einen Sturz erleidet und eine Reitkappe getragen hat.

 

Text und Bilder: Stiftung klassische Dressur e.V.

 

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