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Gefahr Fruktan - Kolik und Hufrehe im Herbst

Gefahr Fruktan - Kolik und Hufrehe im Herbst Teaser: Hufrehe gelten als wahres Schreckgespenst unter den Pferdekrankheiten. Die Krankheit sorgt für starke Schmerzen und beeinflusst den gesamten Bewegungsapparat. Leider lauert die Gefahr für Hufrehe sogar im Futter der Pferde. Das Zuckermolekül Fruktan, das sich im Heu und Gras befindet, hat sich als Risikofaktor erwiesen. Was Sie über Hufrehe wissen müssen und wie Sie Ihr Pferd davor schützen können, zeigt Ihnen der nachfolgende Artikel.

Engagierte Pferdeliebhaber wollen das Beste für ihr Pferd und achten sorgsam auf eine artgerechte Haltung. Ausreichend Weidegänge sind nicht nur für den physischen, sondern auch für den seelischen Zustand eines Pferdes nötig. Sie können in Ruhe grasen, bekommen ausreichend frische Luft und können sich frei bewegen. Meist können die Herdentiere in diesem Zuge auch Kontakt zu ihren Artgenossen herstellen. Dass eigentliche simple und beliebte Futtermittel wie Gras bzw. Heu auch Risiken mit sich bringen können, ist vielen nicht bewusst. Heu enthält Fruktan, das verantwortlich für diverse Krankheiten sein kann. Sogar die gefürchteten Hufrehe können durch den Fruktangehalt ausgelöst werden.

Hufrehe: das Schreckgespenst unter den Pferdekrankheiten

Hufrehe sind neben Koliken eine der gefürchtetsten Krankheiten unter Pferdebesitzern. Bei Hufrehen handelt es sich um eine aseptische Entzündung der Huflederhaut Ihres Pferdes. In der Regel beginnen Hufrehe in der vorderen Hufwand und breitet sich in hintere Bereiche aus. Wenn der Verbindungsbereich zwischen der Hufkapsel und dem Hufbein geschädigt wird, beginnt für das Pferd eine wahre Tortur. Neben einer Positionsänderung oder Senkung ihres Hufbeins kann es zu einer Rotation der Hufkapsel kommen. Da das Pferd ein Zehengänger ist, ist sein Hufbein von besonderer Bedeutung. Das Hufbein hat gemeinsam mit dem Hornschuh die wichtige Tragefunktion inne. In der Regel betreffen Hufrehe die Vorderbeine von Pferden. Unter Umständen können aber auch alle vier Beine betroffen sein. Aufgrund der Schmerzen nimmt das Pferd einen stark veränderten, schonenden Gang oder eine sägebockartige Haltung ein. In besonders akuten Fällen steht das Tier nicht mehr auf, sondern bleibt liegen, um die Beine zu schonen.

Grundsätzlich wird zwischen drei Phasen der Krankheit unterschieden. Die erste Phase der Hufrehe ist die Entwicklungsphase. Sie dauert bis zu 40 Stunden lang und endet mit der Ausbildung der ersten Symptome, also Schmerzen. Die nächste Phase wird akute Phase genannt. In der akuten Phase nimmt das Pferd die sägebockartige Haltung ein. Aufgrund der Schmerzen versuchen sie ihr Gewicht zu verlagern, um die Spitze ihres Hufs zu entlasten. Die Entzündung schreitet mehr und mehr voran, was sich über warme Hufe und pulsierende Arterien äußern kann. Die Verbindung zwischen dem Hornblättchen und der Lederhaut wird gekappt, wodurch sich das Hufbein verlagert oder - noch schlimmer - absenkt. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Ausschuhen, d.h. die Hornkapsel löst sich vollständig ab. Die dritte und letzte Stufe der Hufrehe ist die chronische Phase. Je nach Ausmaß der Symptome kann die chronische Phase unbegrenzt lange anhalten. Der Ausgang ist ungewiss. Der Zustand des Pferdes kann sich stabilisieren, es kann zu einer Bildung eines Rehehufs kommen oder der Krankheitsverlauf verschlimmert sich. Nicht selten treten neue Komplikationen wie ein Durchbrechen der Hufbeinspitze, Infektionen oder Ausschuhen auf. Bildet sich ein Rehehuf, bedarf es besonderer Pflege der Hufe. Ein Rehehuf lässt sich anhand der Verbreiterung der weißen Linie an der Hufsohle erkennen. Es kommt zu einer Änderung des Hufbeinwinkels. Wird dieser nicht behoben, bildet sich unter Umständen die sehr unangenehme Hufreheknolle.

Die Gefahr liegt im Futter: wie der Fruktangehalt im Heu Ihr Pferd krank machen kann

Fruktan gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate, genauer zu den langkettigen Zuckermolekülen. Bei einem Überschuss an Energie wird es im Gras abgespeichert und macht die Hälfte des gesamten Zuckergehalts aus. Des Weiteren ist Fruktan den Fructooligosacchariden (FOS) zuzuordnen. FOS sind Präbiotika, die für eine höhere Aktivität sowie ein verstärktes Wachstum von Bakterien im Dickdarm sorgen. Dieser Vorgang wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden von Pferden aus. Probleme wie häufige Verdauungsbeschwerden erledigen sich damit häufig von selbst und es kann auf eine medizinische Behandlung des Pferdes verzichtet werden.

Der Fruktangehalt im Heu kann besonders dann zum Problem werden, wenn das Pferd bereits an einem zu hohen Gewicht leidet. Das Zuckermolekül sorgt für eine zusätzliche Gewichtszunahme. Mitunter können sogar Hufrehe ausgelöst werden. Die erhöhte Fruktanzufuhr sorgt dann nicht für den gewünschten positiven Effekt auf die Darmbakterien, sondern wirkt sich vollkommen gegenteilig aus. Der Inhalt des Darms wird übersäuert, wodurch es zu einem Absterben der Mikroben kommt. Dies führt zur Bildung von Toxinen, die auch als körpereigene Gifte zu bezeichnen sind. Durch die Darmwand gelangen diese in den Blutkreislauf des Pferdes und führen zu einer Entzündung in der Huflederhaut. Das Leiden der Hufrehe beginnt.

Um der Krankheit Hufrehe aus dem Weg gehen zu können, gibt es ein paar nützliche Informationen, die man über Fruktan wissen sollte. Je mehr Fruktan ein Pferd zu sich nimmt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Hufrehen zu erkranken. Daher sollten Pferdebesitzer von Tieren, die bereits ein höheres Risiko mit sich bringen, besonders aufpassen. Als Risikopatienten gelten zum Beispiel Pferde, die bereits an Übergewicht oder Diabetes leiden, einen gestörten Glukosestoffwechsel aufweisen oder eine EMS-Diagnose haben. Es gilt als gesichert, dass diese Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit für Hufrehe erhöhen.

Von Bedeutung ist, dass der Gehalt von Fruktan nicht immer gleich hoch ist. Studien besagen, dass der Anteil von Fruktan im Gras von der jeweiligen Jahreszeit abhängig ist. Der Gehalt ist bei vermehrter Sonneneinstrahlung und gleichzeitig geringer Wärme besonders hoch. Damit ist vor allem im Frühling und im Herbst auf die Fruktanzufuhr eines Pferdes zu achten. Es hat sich außerdem gezeigt, dass der Fruktangehalt in kurzem Gras, das ständig von Pferden abgefressen wird, besonders hoch ist.

Neben dem Gras birgt auch Heu ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Hufrehe. Untersuchungen von Heu in den USA haben zu dem Ergebnis geführt, dass Heu mitunter hohe Anteile von Fruktan aufweist. In manchen untersuchten Heusorten machte der Gehalt von Fruktan im Vergleich mit dem von frischem Gras bis zu 80 Prozent aus. Glücklicherweise gibt es auch hier Abhilfe. Pferdebesitzer haben die Möglichkeit, das Futter ihres Pferdes genau dessen Bedürfnissen anzupassen, um damit für eine geringere Fruktanzufuhr zu sorgen. Das Heu sollte vor der Gabe wenigstens 30 Minuten lang mit sehr warmem bis heißem Wasser gewässert werden. Dadurch wird das Fruktan aus dem Futter ausgewaschen. Dieser Vorgang ist auf den wasserlöslichen Charakter des Zuckermoleküls zurückzuführen. Bei diesem Vorgang ist aber auch Vorsicht geboten. Wird das Heu zu lange gewaschen, kann es zur Bildung schädlicher Bakterien kommen, die der Gesundheit des Pferdes schaden.

Das Risiko für Hufrehe mit den richtigen Vorkehrungen mindern

Die Gefahr für Pferde an Hufrehen zu erkranken ist real. Mit dem nötigen Wissen und ein paar Vorkehrungen lassen sich Risikofaktoren umgehen und die Wahrscheinlichkeit mindern. Hufrehe sind nicht umsonst eine gefürchtete Krankheit, die nach Möglichkeit jedem Pferd erspart werden sollte. Besondere Vorsicht ist bei Pferden geboten, die bereits eine Vorerkrankung wie Übergewicht haben. Abhilfe verschafften strenge Diäten mit Raufutter, sorgsame Pflege der Hufe und regelmäßige Untersuchungen durch den Tierarzt.

 

 

Autor: Anja Tylkowski

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Autor/in: Anja Tylkowski