Katzenkrankheit: Katzen-AIDS

Katzenkrankheit: Katzen-AIDS heilen

Was versteht man unter dem Begriff "Katzen-AIDS"?

Umgangssprachlich wird das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) „Katzen-AIDS“ genannt, da der Krankheitsverlauf dem von AIDS stark ähnelt. Im Englischen spricht man von FAIDS (Feline Acquired Immune Deficiency Syndrome). Es handelt sich hierbei um eine Infektion, die das Immunsystem durch die Zerstörung von Immunzellen schwächt und somit den Boden für weitere Folgeerkrankungen ebnet, an denen das Tier schließlich sterben kann.

Wie wird Katzen-AIDS übertragen und welche Katzen sind gefährdet?

Katzen-AIDS wird – ähnlich einer AIDS-Erkrankung beim Menschen – sowohl im Blut als auch im Speichel nachgewiesen. Die Tiere infizieren sich hauptsächlich durch Bisse. Es ist zudem möglich, dass, im Falle einer Schwangerschaft, das FIV auf die Feten weitergegeben wird bzw. die Babys durch die Muttermilch ebenfalls infiziert werden. Katzen ohne Freigang sind im Gegensatz zu Streunern kaum gefährdet. Demnach gehören heimatlose und unkastrierte Tiere zur größten Risikogruppe, da sie vermehrt Revierkämpfe austragen und sich häufiger paaren. Hier spielt auch die Katzendichte der Umgebung eine Rolle.
Es wurde außerdem beobachtet, dass die Krankheit hauptsächlich bei Katzen auftritt, die das fünfte Lebensjahr überschritten haben.
Eine Übertragung von Katzen auf Menschen ist unmöglich.

Welche Symptome treten auf?

Da das Virus in erster Linie eine Schwächung des Immunsystems bewirkt, variieren die Folgeerkrankungen und dadurch auch die auftretenden Symptome. Gewissheit bringt nur der Bluttest.

Infizierte Katzen müssen aber nicht automatisch erkranken; sie können viele Jahre leben, ohne dass die Krankheit ausbricht.
Zu den häufigsten Symptomen gehören meist Fieber und Lymphknotenschwellungen. Man kann beobachten, dass die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut dezimiert wird, dennoch erholen sich die FIV-positiven Tiere zunächst meist rasch. Allerdings bleibt das Virus im Körper und kann nicht vollständig überwunden werden. Nach ca. fünf bis neun Jahren treten die ersten aidsähnlichen Symptome auf. Verlangsamtes Reaktionsvermögen, Katzenschnupfen, veränderte Pupillenweite, Appetitlosigkeit, Bindehautentzündungen und Lähmungserscheinungen können erste Anzeichen von Katzen-AIDS sein. Je nach Krankheitsstadium variieren die Folgeerkrankungen und damit auch die akuten Symptome; chronische Entzündungen (wie z.B. Zahnfleisch- oder/und Maulschleimhautentzündungen) und Gewichtsverlust treten auf.

Wie wird Katzen-AIDS behandelt?

Es gibt bis dato kein universales Heilmittel, es ist jedoch möglich, die Symptome von Folgeerkrankungen zu lindern, welche durch Katzen-AIDS hervorgerufen werden. Ein Impfstoff wurde hierzulande für 2003 zwar angekündigt, aber erbrachte nicht die gewünschten Erfolge, sodass man ihn nicht auf den Markt brachte. In den USA ist ein solcher Impfstoff zwar zulässig, aber für in Europa lebende Katzen unbrauchbar, da er lediglich aus dem Virenstamm der in Nordamerika und Asien geläufigen FIV-Typen besteht.
Es empfiehlt sich, FIV-positive Katzen in einem stressfreien Umfeld zu halten und die Blutwerte im Auge zu behalten. Bei normalen sozialen Kontakten zu anderen im Haushalt lebenden gesunden Katzen kann eine Ansteckung so gut wie ausgeschlossen werden, wenn keine Rangordnungskämpfe stattfinden.
Erkrankten Katzen ist der Freigang untersagt, damit sie das Virus nicht weitergeben.

Gibt es Möglichkeiten, einer Infektion vorzubeugen?

Die einzige Präventivmaßnahme ist die Kastration, da sie Revierkämpfe stark eindämmen kann und einer Übertragung durch Vermehrung vorbeugt.

Wie häufig ist das Virus?

Man schätzt, dass etwa weltweit zwei bis 25 Prozent der Hauskatzen infiziert sind - bei etwa 400 Millionen Katzen entspricht das ca. 44 Millionen infizierter Tiere. Katzen-AIDS kann bei allen Katzenrassen und Altersgruppen nachgewiesen werden.

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