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Pferdekrankheit: Strahlfäule beim Pferdehuf

Die Strahlfäule ist eine Pferdekrankheit, die unabhängig von der Haltungsform, jedes Pferd befallen kann. Die Ursache ist immer die gleiche. Die Pferde stehen lange Zeit in ihrem eigenen Dung und/oder Urin. Dadurch wird der Hufstrahl weich und mürbe und bietet eine gute Angriffsfläche für Fäulnisbakterien. Werden diese Bakterien durch Schmutz im Huf nach außen hin luftdicht abgeschlossen, dann gedeihen diese besonders gut. Weitere Ursachen für Strahlfäule sind Bewegungsmangel und dadurch eine verminderte Durchblutung der Huflederhaut. Auch ein den Strahl bedeckender Hufbeschlag oder ein sogenannter Zwangshuf können zur Strahlfäule führen.

Die Strahlfäule beginnt meist in der mittleren Strahlfurche und von dort breitet sie sich auf die seitlichen Furchen aus. Befällt sie auch die Strahlschenkel oder Hornballen, so löst sich das Horn in Fetzen ab. In diesem Stadium zeigt das betroffene Pferd bereits beim Hufe säubern mit dem harten Hufkratzer durch Zusammenzucken und Wegziehen des Hufes die Schmerzhaftigkeit.  Lahmen wird ein Pferd mit Strahlfäule eher selten, außer die Huflederhaut hat sich durch eine weitere Reizung durch Sand oder Steine entzündet.

Häufig wird die Strahlfäule falsch behandelt. Zunächst ist das verfaulte Horn zu entfernen, wobei nach der Devise, so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich, verfahren werden sollte. Sodann ist die Strahlfurche zu desinfizieren. Von den früher häufig verwendeten Desinfektionsmitteln Jodoformäther und Holzteer raten die Fachleute inzwischen ab. Diese entziehen dem Horn Wasser, der Strahl schrumpft und es entstehen Risse. Unter der trockenen Oberfläche geht die Fäulnis aber weiter. Auch die Verwendung von Kupfervitriol ist gefährlich, da dies zu einer Verätzung der in der Tiefe frei liegenden Huflederhaut führen kann. Es gibt aber noch genügend unbedenkliche und wirksame Desinfektionsmittel. Am besten befragt man hierzu seinen Tierarzt, Hufschmied oder Hufpfleger.

Nach der Desinfektion sind die Hornspalten mit Watte oder noch besser mit Mullbinden (diese fusseln nicht) zu tamponieren. Diese sind täglich zu wechseln. Zeigt sich auf der Mullbinde kaum noch Schmutz, so hat die Behandlung angeschlagen. Das Tamponieren sollte aber noch so lange weiter geführt werden, bis die Mullbinde nicht mehr am Horn haftet. Erst dann sind die Hornschäden vollständig heraus gewachsen. Zusätzlich kann man zu der Mullbinde noch eine Babywindel um den entsprechenden Huf machen um ein Eindringen von Schmutz zu verhindern. Allerdings sollte man sich sicher sein, dass das entsprechende Pferd nicht dazu neigt sich seine Verbände oder ähnliches wieder abzufressen. Auch ist der „Babywindel-Verband“ nicht für den Aufenthalt auf der Weide/Paddock geeignet.

Vorbeugend gegen die Strahlfäule sollte auf einen möglichst sauberen Hufuntergrund geachtet werden und auf jeden Fall sollten dem Pferd täglich die Hufe gesäubert werden. Im übrigen verhilft ausgiebige Bewegung auf weichem Boden – möglichst ohne Hufbeschlag zu gesunden Hufen, ebenso wie Biotin, Zink und Schwefel die Hornqualität fördern. In welcher Menge diese zu füttern sind, hängt stark vom Einzelfall ab und ist am besten mit dem Tierarzt zu besprechen.

Die Kosten für die Behandlung einer Strahlfäule wird durch die Pferde Krankenvollversicherung übernommen.

 

Text: Stiftung klassische Dressur e.V.
 

 

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