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Pferdekrankheit: Kolik bei Pferden

Die Kolik ist ein Sammelbegriff für äußerst schmerzhafte Erkrankungen im Bauch und Beckenbereich. pferd-versichert.de möchte neben Informationen zur Pferdeversicherung auch Hinweise zu Pferdekrankheiten geben. Die Kolik ist eine gefährliche Pferdekrankheit. Die Operationskosten der Kolik können bei pferd-versichert.de durch die Pferde OP Versicherung abgefangen werden.

Die Pferde, die eine Kolik haben, zeigen ihre Schmerzen sehr deutlich indem sie unruhig sind, flehmen, scharren und sich nach dem Bauch umsehen und mit den Beinen dagegen schlagen. Sie legen sich immer wieder hin und wälzen sich. Andere Koliker versuchen den schmerzenden Bauch zu entlasten, indem sie die Vorder- und Hinterbeine nach vorne bzw. hinten rausstellen. Die meisten Pferde rühren ihr Futter nicht mehr an, haben eine erhöhte Puls- und Atemfrequenz und schwitzen unter Umständen auch stark.

Laute Darmgeräusche zeigen häufig eine Gaskolik im Anfangsstadium an, während bei einer Krampfkolik, welches die häufigste Kolikart ist, nur wenig bis gar keine Darmgeräusche zu hören sind.

Die möglichen Auslöser einer Kolik sind sehr vielfältig. Bei einigen Pferden reicht bereits eine geringe Änderung der Lebensumstände aus, um eine Kolik zu verursachen. Ebenso können Bewegungsmangel und die dadurch verursachte Darmträgheit zu einer Kolik führen. Auch Parasiten sind häufig die Auslöser.

Die häufigsten Ursache sind jedoch Fütterungsfehler, wie abrupte Futterumstellungen (z.B. beim Weideauftrieb), verdorbenes oder schadstoffhaltiges Futter oder auch zuviel Kraftfutter. Eine Verstopfungskolik droht, wenn ein Pferd über das Futter Sand oder Erde mit aufnimmt (z.B. bei extrem abgegrasten Weiden).

Selten und nur bei extrem milden Koliken bessern sich diese von selbst. Generell handelt es sich bei einer Kolik um einen Notfall und der Tierarzt sollte sofort benachrichtigt werden. Bis dieser eintrifft, sollte das Pferd auf jeden Fall am Fressen gehindert werden. Auch große Flüssigkeitsmengen belasten den verstopften Verdauungsapparat. Schluckweises Trinken hingegen ist wichtig, um die Austrocknung zu verhindern.

Bewegung im Schritt bringt den müden Darm wieder in Gang. Mehr als Schritt belastet den ohnehin schon stark beanspruchten Kreislauf. Auch sollte das Pferd wärmend eingedeckt werden, da die Wärme krampflösend wirkt.

Vor einigen Jahren wurde noch die Meinung vertreten, man solle das Pferd sich auf gar keinen Fall wälzen lassen, da dies zu Darmverschlingungen führen könnte. Diese Ansicht ist inzwischen überholt. Das Wälzen verschafft dem Pferd Erleichterung und kann unter Umständen sogar eine bereits bestehende Verschlingung lösen.

Die Behandlung und deren Dauer hängt von den Beschwerden ab. Bei leichten Krampfkoliken ist diese nach der Gabe eines krampflösenden Mittels nach wenigen Minuten kuriert.

Bei einer Magenüberladung wird der Tierarzt den Inhalt über eine Magenschlundsonde entfernen, bei einer Verstopfungskolik wird auch über die Sonde in Wasser aufgelöstes Glaubersalz sowie Rizinus- oder Paraffinöl verabreicht, um den Darminhalt aufzulockern und die Gleitfähigkeit der Darmwände zu verbessern.

Bei Darmverschluss, Drehung, Knickung, Einklemmung, Einstülpung, Verlagerung und Verschlingung von Darmabschnitten ist häufig eine Operation die letzte Rettung. Diese Operation ist mit Kosten von ca. €2.000,- bis €4.000,- Euro nicht nur sehr teuer, sondern auch sehr riskant. Diese Kosten kann der Pferdehalter mit der Pferde OP Versicherung zu 100% absichern, sodass jeder Pferdehalter seinem Pferd die OP überhaupt ermöglichen kann. Damit wird das Kostenrisiko direkt an die Pferdeversicherung abgegeben.

Leider ist es manchmal so, dass die Pferdehalter nach der sehr riskanten Operation ihr Pferd verloren haben, aber die 3.000 Euro Klinikrechnung noch selbst bezahlen müssen. Daher sollten wenigstens die OP Kosten abgesichert werden.

Das schlimmste an einer Kolik ist jedoch, dass die Pferde häufig für Folgekoliken extrem anfällig sind. Also ist es insoweit besonders wichtig einer Kolik vorzubeugen, indem man auf eine pferdegerechte Fütterung achtet. Wer die Pferdeversicherung vor der ersten Kolik abgeschlossen hat, der kann auch die Klinikrechnungen von folgenden Kolikoperationen an die Tierversicherung geben und muss diese nicht selbst bezahlen.

 

Text: Stiftung klassische Dressur e.V.

 

 

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Autor/in: Anja Tylkowski