Pferdekrankheit Equine Infektiöse Anämie E.I.A.

Pferdekrankheit Equine Infektiöse Anämie E.I.A.

Bei der Equinen Infektiösen Anämie (E.I.A.) handelt es sich um eine der am meisten gefürchteten Pferdekrankheiten. Diese anzeige- und bekämpfungspflichtige Krankheit galt in Deutschland lange als ausgerottet, bis 1998 die ersten Fälle in Bayern auftraten. Diese Ansteckende Blutarmut ist deshalb so gefürchtet, weil die davon betroffenen Pferde auf amtstierärztliche Anweisung getötet werden und um die betroffenen Betriebe für 60 Tage ein Sperrbezirk gelegt wird.

Eine Behandlung der betroffenen Tiere ist nicht möglich, auch kann dagegen nicht vorbeugend geimpft werden. Die Übertragung von E.I.A. findet ausschließlich über Kontakt zwischen den Pferden durch Speichel, Urin, Sperma und Milch und über stechende und beißende Insekten statt. Bei der Übertragung des Virus durch Insekten, findet keine Vermehrung des Virus statt. Es bleibt in den Insekten auch nur 30 Minuten übertragbar.

Der Virus verursacht eine schubweise Auflösung der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen im Pferd, was zur sogenannten Blutarmut führt. Dies kann im akuten Fall zum direkten Tod führen, oder aber auch einen andauernden Krankheitsverlauf nehmen. Im zweiten Fall schwächt der Virus das Immunsystem des Pferdes, so dass dieses für andere Infektionen anfällig wird.

Die Anzeichen für das Vorliegen von E.I.A. sind nicht immer eindeutig. Im akuten Stadium haben die betroffenen Pferd häufig Fieberschübe mit sehr hohen Temperaturen. Die Pferde gehen häufig unsicher und wirken benommen. Weitere Symptome können gerötete Augen mit Ausfluss, Wassereinlagerungen mit Schwellungen, Futterverweigerung sowie stark verminderte Leistungsfähigkeit sein. Typische Folge der Erkrankung sind meist an mehreren Stellen im Körper auftretende Blutungen in Form von kleinen bis winzigen Punkten.

Die Entzündung geht meistens nach zwei bis fünf Tagen in den chronischen Zustand über, der mehrere Jahre andauern kann. Dies kann insbesondere bei den Pferden passieren, die infiziert sind, aber keinerlei Symptome zeigen. Auch kann der Ausbruch der Krankheit erst mehrere Wochen nach der Infektion erfolgen. Diese Pferde sind dann über einen längeren Zeitraum Infektionsquellen.

Aus diesem Grund und aufgrund des erhöhten Ausbreitungsdruckes im Sommerhalbjahr durch die Insekten empfehlen viele Veterinärämter bei Neuanstallungen neben den üblichen Hygienemaßnahmen wie Nachweis der Impfungen und Entwurmungen die Untersuchung des Pferdes auf E.I.A. Der Nachweis der Erkrankung erfolgt über eine Blutuntersuchung, den sogenannten Coggins-Test.

Für Menschen ist die E.I.A. übrigens ungefährlich.

 

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