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Die Griffelbein OP nach einem Griffelbeinbruch / Griffelbeinfraktur

Kommt es bei einem Pferdchen zum Griffelbeinbruch, bzw. zur Griffelbeinfraktur, so ist eine Operation notwendig. Doch was ist das Griffelbeineigentlich? Im Pferdeschuppen gab es eine gute Erklärung: „Die Griffelbeine sind Knochen, welche Pferde während der Entwicklung vom Mehr- zum Einzeher als Überbleibsel des Zeige- und Ringfingers behalten haben. Sie sind paarweise innen und außen hinter den Röhrbeinen angelagert und besitzen keine wichtige Funktion.“ Letztlich wahrscheinlich wie der Blinddarm beim Menschen: jeder hat ihn, keiner braucht ihn

Liegt eine Griffelbeinfraktur vor, so muss erstmal geschaut werden um welche Fraktur es sich handelt. Da gibt’s zum einen die traumatische Fraktur. Die Klinik Seeburg beschreibt diese wie folgt: „die traumatische Fraktur bedeutet, dass ein Bruch durch einen Tritt o.ä. hervorgerufen worden ist. Diese Frakturen sind häufig mit einer größeren Wunde und dann auch einer entsprechenden Infektion durch Verschmutzung verbunden. Außerdem befinden sie sich meist im oberen Abschnitt des Griffelbeins, also in Gelenknähe.  Diese Frakturen können manchmal sehr schwierig zu operieren sein und auf Grund der bereits eingetretenen Infektion verläuft hier auch die Wundheilung nicht immer ganz problemlos.“

Bei der pathologischen- oder Ermüdungsfraktur bricht das Griffelbein meist spontan im unteren Drittel. Diese Fraktur kommt also ohne Außeneinwirkung wie beispielsweise einem Tritt zustande. Diese Form lässt  sich meist routinemäßig operieren.

Ist die OP geschafft und das Pferd aus der Klinik entlassen, so muss es meist eine dreiwöchige Boxenruhe über sich ergehen lassen.  Danach kann die Aufbauarbeit durch Schrittführen und später auch lockerem Schrittreiten beginnen. Insgesamt ist das Pferd für circa 2 Monate nicht einsetzbar.

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