Gesundheitsvorsorge für Pferde - Tierarztkosten vermeiden

Tierarztkosten mit Tierversicherung vermeiden, OP Versicherung

Früher oder später kommt jeder zu der Erkenntnis, dass es Sinn macht, eine gewisse Gesundheitsvorsorge zu betreiben. Dies ist auch bei Pferden in vielerlei Hinsicht sinnvoll und spart im Endeffekt viel Geld.

Gerade jetzt, zum Ende der eigentlichen Weidesaison, sollte jeder Pferdehalter darauf achten, dass sein Pferd entwurmt wird. Speziell die Magendasseln gefährden jetzt die Gesundheit der Pferde. Ein starker Befall mit diesen Parasiten kann zu Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüren oder Darmverschlüssen mit Kolik und Todesfolge führen. Es sollte aber nicht nur diese sogenannte Winterwurmkur durchgeführt werden (optimaler Weise nach dem ersten Frost, weil dieser zum Tod der Dasselfliegen führt und daher keine weitere Eiablage mehr erfolgen kann). Über das Jahr verteilt sollten vier Wurmkuren verabreicht werden und zwar an alle Pferde jeden Alters.

Nur Fohlen werden in kürzeren Zeitabständen entwurmt. Am besten entwickelt man mit dem Haustierarzt einen Entwurmungsplan. Auch sollte darauf geachtet werden, dass möglichst alle Tiere eines Bestandes gleichzeitig entwurmt werden. Wenn man einen möglichst großen Erfolg mit der Entwurmung erzielen möchte, mistet man ca. drei Tag nach Verabreichung die Boxen komplett aus und entfernt auch sämtliche Pferdeäpfel von den Weiden/Paddocks.

Im Übrigen gilt dies nicht nur für Pferde, die (zeitweise) auf der Weide gehalten werden. Auch bei Pferden, die ausschließlich in der Box gehalten werden, ist das Thema Entwurmung wichtig. Auch diese werden von den Dassellarven und anderen Parasiten angeflogen.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Gesundheitsvorsorge ist das Impfen gegen Tetanus, Influenza und Herpesviren. Sollte das Pferd in einem Tollwutgebiet stehen, kommt auch noch die Tollwutimpfung hinzu. Ob dies der Fall ist, kann bei den ansässigen Jägern erfragt werden und die Tierärzte der Region sind in der Regel auch über entsprechende Tollwutfälle informiert. Um den optimalen Impfschutz zu erlangen, ist das Pferd zunächst einer Grundimmunisierung zu unterziehen. Danach müssen die Wiederholungsimpfungen in den richtigen zeitlichen Abständen durchgeführt werden.

Auch hierbei kann am besten der Haustierarzt weiterhelfen. Leider sind immer noch viele Pferdehalter der Meinung, dass sie ihr Pferd nicht impfen müssen, da sie nicht auf Turniere gehen. Diese Ansicht ist falsch und kann unter Umständen zum Tod des Pferdes führen. Wie man leider immer wieder bei entsprechenden „Epidemien“ feststellen muss, sind es gerade nicht die Turnierpferde, die unter dem Ausbruch eines Influenza- oder Herpesvirus extrem leiden, sondern die noch ungerittenen Jungpferde oder die Pferdesenioren. Auch sind die Übertragungsmöglichkeiten derartig vielfältig, dass auch in einem Stall, in dem kein einziges Turnierpferd gehalten wird, es immer wieder zu Ansteckungen kommt, die nur wirksam durch einen guten Impfschutz eingedämmt bzw. verhindert werden können.

Nicht nur wir Menschen sollten regelmäßig einen Zahnarzt aufsuchen, sondern auch Pferde sollten mindestens einmal im Jahr einer Zahnkontrolle durch den Tierarzt unterzogen werden. Leider ist das Thema Zahnpflege bei Pferden lange Zeit nahezu in Vergessenheit geraten. Zu Zeiten, wo Pferde noch vom Militär genutzt wurden oder als Arbeitstiere vor dem Wagen oder Pflug unverzichtbar waren, haben die Besitzer stets darauf geachtet, dass das Pferd das verabreichte Kraftfutter möglichst vollständig verwerten kann und der Hafer nicht nur ein reines „Durchgangsprodukt“ in der Pferdeverdauung darstellt.

Aber nicht nur hinsichtlich der Ernährung ist ein gepflegtes Gebiss wichtig. Ein Pferd das Zahnschmerzen hat oder aufgrund von Harkenbildungen nicht kauen kann, wird seinem Reiter kaum ein angenehmes Reitgefühl bescheren und vertrauensvoll an das Gebiss herantreten.

Ein letzter wichtiger Aspekt der Gesundheitsvorsorge beim Pferd ist die Hufpflege. Zum einen ist hier jeder Pferdebesitzer/‘Reiter gehalten, die Hufe seines Pferdes täglich zu kontrollieren und zu säubern. Dies ist unabhängig davon, ob es sich um ein beschlagenes Pferd oder einen sogenannten Barhufgänger handelt. Außerdem sollten die Hufe des Pferdes spätestens alle acht Wochen vom Hufschmied oder Hufpfleger überprüft und bei Bedarf bearbeitet werden. Gerade in den Sommermonaten und bei Pferden mit ausgeprägtem Hufwachstum oder Fehlstellungen können kürzere Bearbeitungszeiten nötig sein. Entsprechend engagierte Hufschmiede und Hufpfleger werden hier sicherlich behilflich sein. Ist man als Pferdehalter unsicher, ob der Zustand der Hufe und/oder Beschlag optimal ist, so kann auch hier der Tierarzt zuverlässig Auskunft geben.

 

Text: Stiftung klassische Dressur e.V.

 

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