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Pferde richtig füttern - Müsli, Heu und Mineralfutter

Jeder Pferdebesitzer wünscht sich ein gesundes Pferd mit maximaler Leistungsfähigkeit. Ein sehr wichtiger Faktor hierfür ist unter anderem die richtige Fütterung. Kaum einer macht sich hierüber aber wirklich Gedanken. Die meisten verlassen sich darauf, dass der Stallbetreiber die Pferde schon richtig füttern wird. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Die Tatsache, dass Pferde eine individuelle Fütterung benötigen, wird fast nie berücksichtigt. Hier geht bei den Stallbetreibern der Faktor Arbeitserleichterung häufig vor – zumal es sich bei den Personen, die die Fütterung durchführen, meistens nicht um entsprechend ausgebildete Fütterungsfachleute handelt.

Eine Reaktion seitens der meisten Pferdebesitzer erfolgt meistens erst dann, wenn schon deutliche Hinweise auf falsche Fütterung auftreten und die Pferde unter Erkrankungen wie Hufrehe, Kreuzverschlag, Bronchitis, Ekzeme und Durchfall leiden.

Zunächst sollte man bei der Pferdefütterung bedenken, dass das Verdauungssystem der Pferde von Natur aus auf eine kontinuierliche Futteraufnahme bei stetiger Fortbewegung (Grasen) ausgelegt ist. Wenn möglich, würde das Pferd damit ca. 16 Stunden am Tag verbringen. Deshalb hat das Pferd im Vergleich zu seiner Größe nur einen verhältnismäßig kleinen Magen (Fassungsvermögen ca. 15 bis 20 Liter). Der komplette Verdauungsvorgang von der Fütterung bis zum Ausscheiden der Pferdeäpfel dauert zwischen 35 und 50 Stunden. Diese Tatsache ist z.B. bei der Verabreichung einer Wurmkur von Bedeutung, da man dann gut einschätzen kann, wann der beste Zeitpunkt für eine gründliche Reinigung der Box bzw. dem Abäppeln der Weide ist.

Die klassische Pferdefütterung von heute basiert auf der Gabe von Raufutter (Heu/Silage/Stroh), sowie Kraftfutter (Getreide). Bei der Fütterung des Kraftfutters ist darauf zu achten, dass dieses auf möglichst viele kleine Mahlzeiten, verteilt über den Tag gegeben werden sollte. Mit nur zwei großen Kraftfuttergaben wird der kleine Pferdemagen völlig überlastet. Überhaupt leiden viele Pferde unter der Gabe von zu viel Kraftfutter. Getreide verfügt über einen hohen Stärkegehalt. Zu viel Stärke führt zu einer Überlastung des enzymatischen Aufschlusses im Dünndarm und letztendlich besteht die Gefahr von Koliken und Hufrehe. Als grobe Faustregel gilt: Wird das Pferd täglich 1-2 Stunden gearbeitet, kann 0,5 Kg je 100 Kg Körpergewicht als Kraftfutter gefüttert werden. Pferde, die gar nicht gearbeitet werden, benötigen i.d.R. gar kein Kraftfutter.

Das Raufutter (mindestens 0,5 bis 1 Kg pro 100 Kg Körpergewicht täglich) sollte ca. 1 Stunde vor dem Kraftfutter gefüttert werden, um so einen Heißhunger und zu schnelles Fressen des Kraftfutters vorzubeugen und um die Speichelproduktion anzuregen. Dies erleichtert dem Pferdemagen die Arbeit ganz erheblich.

Eine Stunde vor der Arbeit sollte das Pferd kein Kraftfutter mehr bekommen, damit der Verdauungsprozess in Ruhe ablaufen kann.

Hinsichtlich der Wahl der Kraftfuttersorte verwirrt die von den Futtermittelherstellern angebotene Vielfalt. Gerade bei den Zusatzfuttermitteln ist man als nicht ausgebildeter Fütterungsexperte schnell bei einer Unmenge von Dosen, Tüten und Eimern angelangt, die die Futterkammer nahezu blockieren.

Grundsätzlich ist der Nahrungsbedarf eines Pferdes von der Leistung, Größe, Gewicht, Rasse, Temperament und Haltungsform abhängig. Man unterscheidet dabei den Erhaltungs- sowie den Leistungsbedarf. Der Erhaltungsbedarf ist die Menge an Nahrung, die ein Pferd benötigt, um seinen Stoffwechsel aufrecht zu erhalten, ohne besondere Leistungen zu erbringen. Pferde, die eine Leistung erbringen, haben den sogenannten Leistungsbedarf, der sich aus dem Erhaltungsbedarf und einen – je nach Art der Leistung – Zusatzbedarf zusammensetzt. Die meisten Reitpferde leisten in der Regel nur leichte bis mittelschwere Arbeit, die einen zusätzlichen Energiebedarf von etwa 25 % des Erhaltungsbedarfes mit sich bringt.

Grundsätzlich sollte die Fütterung ein Thema sein, welches man ausführlich mit dem Haustierarzt bespricht. Gerade auch zur Vermeidung von Mineralstoffmangel ist ein jährliches Blutbild zu empfehlen. Um die Fütterung eines Mineralfutters – soweit dieses nicht bereits im Kraftfutter (Pellets oder Müsli) vorhanden ist, wird man meist nicht herum kommen, da aufgrund der intensiven Nutzung und Düngung der Weiden und Heuwiesen im Gras bzw. Heu keine ausreichenden Mineralstoffe und Spurenelemente vorhanden sind. Aber auch hier gilt es darauf zu achten, dass nicht zu viel zugefüttert wird. 

 

Text: Stiftung klassische Dressur e.V.

 

 

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Autor/in: Anja Tylkowski