Kastration/Sterilisation von Hund und Hündin

Kosten der Kastration/Sterilisation von Hund und Hündin

Besitzer von Hunden wissen, dass der regelmäßige Besuch bei einem Tierarzt sehr wichtig ist, denn nur so können mögliche Krankheiten schnell genug erkannt werden. Bei der Vasektomie handelt es sich zwar um keine Krankheit, aber auch hier muss der Kontakt zum Tierarzt gesucht werden um diesen Schritt genau zu planen und zu besprechen.

Einer der größten Eingriffe den man bei einer Hündin bzw. einem Rüden vornehmen kann, ist die Vasektomie. Viele Besitzer entscheiden sich für einen solchen Eingriff, da der Hund nicht für Zucht vorgesehen ist oder da Verhaltensmerkmale sichtbar werden, die das Zusammenleben mit dem Hund schwierig gestalten.

Das Wort Kastration stammt aus dem Latein und bedeutet soviel wie „Entmannung“. Dies trifft in der Tiermedizin sowohl für die Hündinnen zu, als auch für die Rüden. Bei beiden wird durch die Kastration die Hormonproduktion gänzlich gestoppt.

Die Sterilisation hingegen steht für das sog. „unfruchtbar machen“ und sorgt dafür, dass die Hormonproduktion weiterhin bestehen bleibt.

Wer über die Kastration / Sterilisation nachdenkt, sei es beim Rüden oder bei der Hündin, der muss ein paar Details zu beachten. Je nach Geschlecht unterscheidet sich der Vorgang eines solchen Eingriffs und auch die zeitlichen Aspekte der Vasektomie sind abhängig vom Geschlecht des Hundes.

Der Rüde

Grundsätzlich muss der Hundehalter wissen, dass mit einer Kastration nicht das gesamte (negative) Verhalten eines Hundes verändert wird, sondern lediglich das hormonell bedingte Verhalten. Wer demnach glaubt, dass die Anzeichen fehlender Ausbildung und fehlendem Gehorsam eines Hundes durch die Kastration verschwinden, der irrt sich. Hormonell bedingtes Verhalten, wie z. B. das Streunen, übermäßiges Markieren, dauerhaftes Bespringen anderer Hündinnen oder auch von Gegenständen, kann durch die Kastration beeinflusst werden.

Wurde es seitens des Hundehalters verpasst, dem Hund Sozialverhalten zu zeigen und den Grundgehorsam zu vermitteln, so wird auch die Kastration aus dem Rüden keinen wohlerzogenen Hund machen – Erziehung und Konsequenz werden dadurch nicht hinfällig.

Der richtige Zeitpunkt für eine Kastration wird so häufig diskutiert, dass es keine einheitliche Empfehlung gibt. Einige Hundehalter vertreten den Standpunkt, dass Frühkastraten das kindlichere Wesen behalten und den Sexualtrieb noch gar nicht entwickelt haben, andere Hundehalter setzen dem entgegen, dass Frühkastraten meist wesentlich länger wachsen und damit größer werden als andere Hunde ihrer Rasse.

Bei der Kastration eines Rüden werden währen einer Operation beide Hoden entfernt und somit wird die Hormonproduktion gestoppt. Welpen können nun nicht mehr gezeugt werden. Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten, doch in der Nachbehandlung müssen die Narben gepflegt werden und regelmäßig untersucht werden, um Entzündungen zu verhindern und Schmerzen zu stillen.

Bei der Sterilisation eines Rüden werden nur die Samenleiter durchtrennt, das hormonell bedingte Verhalten des Rüden bleibt unverändert.

Die Hündin

Bei einer Hündin können einige Erkrankungen auftreten, die im Zusammenhang mit der Läufigkeit stehen. Hierzu zählen z. B. die Scheinschwangerschaft, Gesäugetumore und Gebärmutterentzündungen.

Landläufig wird bei einer Hündin häufig von der so genannten Sterilisation gesprochen. Anders als bei der Kastration entfernen Ärzte hier nicht die komplette Gebärmutter und die Eileiter, sondern diese werden lediglich durchtrennt und verbleiben an ihrem Platz. Auch so ist garantiert, dass es zu keinem Nachwuchs kommen kann. Die Hormonproduktion bleibt bestehen und die Hündin wird auch weiterhin läufig.

Viele Tierärzte raten ihren Kunden jedoch von der einfachen Sterilisation ab, denn es kann hier zu Folgekomplikationen kommen.

Ein Problem, das zum Beispiel eintritt, ist der Gebärmutterhalskrebs. Dieser wird dadurch hervorgerufen, dass viele Hündinnen trotzdem noch Scheinschwanger werden und im schlimmsten Fall sogar Milch produzieren. Dieser Hormonschub vom Körper und die Veränderung kann zu Entzündungen und sogar zu einer Entwicklung von Tumoren führen oder dem berühmten Gebärmutterkrebs, an welchem Hunde auch sterben können.

Sollte man sich bei der Hündin für eine Kastration entscheiden, dann werden auch hier alle wichtigen Teile wie die Gebärmutter und die Eileiter komplett entfernt. So kommt es zu keiner Scheinschwangerschaft mehr und einige Risiken werden verringert.
Ob man nun die Hündin sterilisieren lässt, oder doch lieber kastriert, muss gut überlegt sein und eine genaue Voruntersuchung und Beratung ist unumgänglich.

Auch bei der Hündin gibt es mehrere Meinungen dazu, wann man die Kastration vornehmen sollte. Eine Meinung dazu ist die, dass die erste Läufigkeit abgewartet werden sollte. Hierbei soll die Frühkastration umgangen werden um sicher zu stellen, dass die Entwicklung und Reife der Hündin im vorgesehen Umfang von Statten gehen. Allerdings hat die Kastration vor der ersten Läufigkeit auch den Vorteil, dass das Risiko von Gebärmutterentzündungen und Gesäugetumoren fast komplet ausgeschlossen werden.

Ohne Frage haben die Kastration und die Sterilisation ihre Vor- und Nachteile und jeder Besitzer wägt diese für sich und sein Tier ab. Der Vorteil ergibt sich vor allem dann, wenn man beschließen sollte mit dem Tier nicht züchten zu wollen. Körperlich gesehen kommen die Tiere nach einer Kastration bzw. Sterilisation oft zur Ruhe. Während bei den Hündinnen die Läufigkeit und eine mögliche Scheinschwangerschaft ausfällt, wird der Drang der Rüden gestillt und damit oft auch ein hormonell bedingtes aggressives Verhalten.

Da es sich hierbei um einen Eingriff handelt, welcher auch hormonelle Veränderungen zur Folge hat, kann es immer zu Komplikationen kommen und jedes Tier reagiert anders. Bei einem guten Arzt, der richtigen Nachsorge und etwas Erziehung ist gegen eine Kastration nichts einzuwenden, während die möglichen Folgen bei der Sterilisation schon erwähnt wurden. Um auf Nummer Sicher zu gehen sollte man sich in jedem Fall mit dem Arzt unterhalten und auch Erfahrungen anderer können sehr hilfreich sein.

 

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