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Beugeprobe und Lahmheit

Taktrein und schwungvoll – so wünscht man sich die Bewegungsablauf eines jeden Pferdes. Verändert sich der normale Bewegungsablauf, so spricht man von Lahmheit.

Ist eine Lahmheit erkennbar, so sind der Besitzer und der Tierarzt gefragt – Fragen zu bereits bekannten Erkrankungen am Bewegungsapparat des Pferdes wie beispielsweise Spat müssen dem Tierarzt angegeben werden. Ebenso kann es auch sein, dass das Pferd schon oftmals ein Hufgeschwür hatte und daraufhin lahm ging. Ein Tierarzt, der das Pferd schon lange kennt, weiß sicherlich von den Vorerkrankungen, jedoch sollte der Besitzer sicherheitshalber noch mal alles zusammentragen.

Sollte das Pferd plötzlich nur noch auf drei Beinen stehen oder hochgradige Schwellungen auftreten, so ist das Tier bis zum Eintreffen des Arztes ruhig zu stellen.

Wichtig ist, dass der Grund der Lahmheit schnell herausgefunden wird, um dann eine gezielte Behandlung zu beginnen. Ein verstauchtes Gelenk muss ja anders behandelt werden als ein Hufgeschwür. Ganz klar.

Normaler Weise wird das Pferd erstmal im Stehen beurteilt. Erkennbar ist dann, ob es noch alle vier Hufe aufsetzt und belastet oder schlimmstenfalls ein Bein in der Luft hält. Der Tierarzt tastet die Muskeln, Sehnen und Gelenke ab, um zum einen herauszufinden, so das Pferd scherzempfindlich ist und ob Verhärtungen oder wärmere Stellen zu finden sind.

Nun muss das Pferd sich in Bewegung zeigen. Meist wird es an die Longe geschnallt oder an der Hand vorgetrabt. Um genaue Erkenntnisse zu der Regelmäßigkeit von Schrittlänge, Fußungsabläufe, Steifheit des Pferdes und auch der Laufgeschwindigkeit zu gewinnen, wird meist ein harter Untergrund gewählt.

In den meisten Fällen – außer, das Pferd ist stocklahm und kann ein Bein nicht mehr aufsetzen – folgt nun eine Beugeprobe. Damit ist das zeitlich anhaltende Abbiegen einer oder mehrerer Gelenke gemeint zur Provokation von Schmerz. Bei dem darauf folgenden Vortraben an der Hand können Veränderungen in der Bewegung zum vorhergehenden Trab diagnostiziert werden.

In Zusammenarbeit mit dem Tierarzt sollte eine somit schnell Behandlungsmethode gefunden werden.

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