Pferdekrankheit Dämpfigkeit

Pferdekrankheit Dämpfigkeit heilen

Die Bezeichnung der Pferdekrankheit Dämpfigkeit (chronisch obstruktive Bronchopneumonie (COB)) steht bei Pferden als Synonym für die Krankheit Lungenemphyseme. Diese Pferdekrankheit entsteht aus einer chronischen Erkrankung, vorrangig der Lunge, im Anschluss des Herzens.

Wird eine Bronchialerkrankung, oft mit einem Husten verbunden, nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann diese Auslöser eine dauerhafte Erkrankung werden. Der zu Beginn trockene Husten kann sich zu einem „feuchten“ wandeln und so chronisch werden. Dies führt nach einiger Zeit zur so genannten Dämpfigkeit. Eine der Ursachen, die zur Pferdekrankheit  Dämpfigkeit führen können, ist zum einen das falsche Eindecken des Pferdes im Winter. Die Pferde werden nur über die Nacht bedeckt, statt auch tagsüber ebenfalls für einen Schutz zu sorgen. Andererseits führt die permanente Abdeckung dazu, dass dem Pferd der richtige Tages und Nacht Modus fehlt, da der Temperaturunterschied fehlt.

Die Symptomen der Pferdekrankheit Dämpfigkeit erkennt man am Atmen der Pferde. Bereits bei geringer Anstrengung fällt ihnen das Atmen schwer und sie husten. Anhand der so genannten Dampfrinne, einer Kennzeichnung zwischen Rippenbogen und Bauchmuskel, zeichnen sich die Symptome ab, die darauf hindeuten können, dass es sich um eine Dämpfigkeit handelt.

Die gesamte Leistungsfähigkeit des Pferdes wird zunächst nicht gemindert, da die Bauchmuskulatur eine wichtige Rolle spielt bei der Atmung. Durch die Hilfe der Bauchmuskeln wird die Atemfrequenz erhöht und die Diagnose ist zu Beginn der Dämpfigkeit recht schwierig. Leider ist eine vollständige Heilung, nach derzeitigem Stand der Medizin nicht möglich. Nur eine Langzeittherapie kann den Symptomen entgegenwirken. Das Pferd sollte nur mäßig belastet werden und alle Faktoren, die die Atemwege, besonders die Lunge reizen gemieden.

Gewährmangel mit dem Blick auf das Gesetz
Die Pferdekrankheit Dämpfigkeit wurde bis 01.01.2002 als Gewährmangel bezeichnet. Dies entsprach sozusagen einem Hauptmangel, die bis zu diesem Datum einer Sonderregelung unterlagen. Nach der Regelung der Paragraphen 481 bis 492 des Bürgerlichen Gesetzbuches, in der Kaiserlichen Verordnung vom 27.03.1899 zu finden, verabschiedete man sich von dieser Regelung zum 01.01.2002. Im Einklang mit den EU-Regelungen wurde diese Gewährleistung abgeschafft und gilt im Bezug des Viehhandels nunmehr als Sache.

Diese Regelung ermöglichte dem Verkäufer eines Tieres, innerhalb einer Gewährfrist (bei Pferdekrankheiten 14 Tage) für nur gewisse Hauptmängel in die Verantwortung genommen zu werden. Nur in dieser Zeit konnte der Käufer den Kauf Rückabwickeln oder Wandlung des Vertrages verlangen. Allerdings musste der Mangel spätestens 2 Tagen nach Ablauf der Gewährfrist angezeigt werden. Dies bezog sich auch auf den vorherigen Tod des Tieres. Die Verjährung lag bei 6 Wochen nach Ablauf der Gewährfrist. In der Liste der unheilbaren Krankheiten fiel auch die Dämpfigkeit, welche nur mit Behandlung oder Impfung - daher die Bezeichnung „Rosskur“ – zu bekämpfen ist.

Der medizinische Blick auf die Pferdekrankheit Dämpfigkeit
Die Dämpfigkeit, im medizinischen als Lungenemphysem bezeichnet, ist eine irreversible Überblähung in den zierlichen Lungenbläschen.

Damit die Lunge den Gasaustausch zwischen dem aufgenommen Sauerstoff und der Abgabe von Kohlenstoffdioxid effizient gestalten kann, besteht die Lunge aus Millionen winziger Lungenbläschen (Alveolen). Auch als interstitielles Gewebe bezeichnet, sind die Wände der Alveolen, im Grund das eigentliche Lungengewebe.

Schadstoffe der Umwelt, wie auch Fein- und Quarzstaub, auch Heustaub oder falsche Pflege sind für die entzündliche Veränderung des Lungengewebes verantwortlich. Die Enzyme Elastasen schädigen die Alveolarsepten, schlussendlich verliert die Lunge dadurch an Elastizität und die in den Lungenbläschen enthaltene Luft kann nicht mehr vollständig ausgeatmet werden.

Folglich ist die Lunge auf Dauer überbläht. Der Druck auf die Bronchien erhöht sich beim Ausatmen und die Luft in den kleinen Alveolen bleibt gefangen. Das Volumen der Lunge ist verkleinert und es kann weniger gebrauchte Luft abgeatmet werden und auch weniger Frischluft aufgenommen. Wird die Dämpfigkeit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, so entwickeln sich aus den vorher funktionstüchtigen Lungenbläschen große funktionslose „Emphysemblasen“. Der so verringerte Gasaustausch bei der Dämpfigkeit, führ zu einer chronischen Atemwegsbelastung. Der Brustkorb erweitert sich und es kann zu Herz- Rhythmusstörungen kommen, die wiederum das Herz belasten.

Unter der Gabe von Langzeitpräparate ist die chronische Dämpfigkeit gut in den Griff zu bekommen. Eine Heilung hingegen ist ausgeschlossen. Zudem sollte es gemieden werden die Luftwege zu reizen und die Nutzung des Pferdes ist seiner Leistungsfähigkeit anzupassen.

Die Kosten der Behandlung der Pferdekrankheit können durch die Pferde Krankenversicherung abgesichert werden.

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