Hund und Pferd - das gemeinsame Abenteuer

Es ist der Traum vieler Reiter, zusammen mit dem eigenen Hund auszureiten. Wie heißt es doch so schön in dem allseits bekannten Liedchen: Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp, über Stock und über Stein, aber breche dir nicht die Bein. Ein schönes Liedchen, nur hier ist leider der Hund nicht dabei. Doch wie kommt dieser Wunsch zustande, zusammen mit dem Hund ausreiten zu wollen. Dass auch viele Pferdebesitzer einen Hund halten, kann allein für sich besehen noch nicht der Grund sein. Dieser Wunsch dürfte wohl mehr geschichtlichen Ursprungs sein.

Von alters her haben die Menschen sich Tiere gehalten, in erster Linie Hunde und Pferde. Doch ihre Bedeutung und ihr Nutzen für die Menschheit haben sich im Verlauf der Zeiten sehr häufig geändert. Während in frühester Zeit der Hund vorwiegend eine Schutzfunktion hatte, war das Pferd in erster Linie ein Fortbewegungsmittel. Und dass der Hund beim Ausreiten mitkam, war im Grunde genommen eine Selbstverständlichkeit, über die nicht viel diskutiert wurde. Hund und Pferd gehörten einfach zusammen. Ein solcher Ausritt war in damaliger Zeit auch absolut unproblematisch. Das Land war dünn besiedelt und Städte gab es noch nicht. Auch keine Vorschriften über Leinenzwang oder Reitverbote für bestimmte Gebiete. Man konnte sich frei nach eigenem Gutdünken bewegen.

Doch im Verlauf der Zeiten hat sich das gründlich geändert, aber es war ein langsamer Prozess. Bei den Hunden waren diese Veränderungen nicht so gravierend, da die Schutzfunktion eines Hundes sich über die Jahrhunderte gehalten hat und auch heute noch sehr gefragt ist. Vorübergehend wurden sie zwar auch als Kampfhunde missbraucht, was heute aber verboten ist. Aber die dem Hund innewohnenden Eigenschaften mit seiner Spürnase, sind auch heute noch sehr gefragt, wie z.B. bei der Polizei und dem Zoll. Ein Hund hat ein mehrere hundert Mal feineres Geruchsorgan als ein Mensch.

Aber bei den Pferden hat sich doch so einiges geändert in Bezug auf die Verwendungsmöglichkeiten. Früher fast ausschließlich als Nutztier für die Menschen zur Fortbewegung beim Reiten und danach bei kriegerischen Auseinandersetzungen genutzt, sowie auch in der Landwirtschaft bei der Feldarbeit, im Wald oder im Gebirge als Lastenträger, das Pferd war stets beliebt als Hilfe für den Menschen in der vielfältigsten Form. Doch mit der zunehmenden Technisierung änderte sich dies. Die Maschine verdrängte das Pferd. Und so wird es heute fast ausschließlich nur noch für rein private oder sportliche Zwecke genutzt. So treffen sich Hund und Pferd wieder in ihrer Beliebtheit für den Menschen und bei der sportlichen Betätigung beim Reiten.

Hund und Pferd gehören einfach zusammen, wie schon seit Jahrhunderten. Das dürfte wohl auch der Grund sein, warum Reiter beim Ausreiten so gerne ihren Hund dabei haben möchten, es mag wohl in der Tradition liegen. Doch der Hund und das Pferd sind von Natur aus von der Veranlagung grundverschieden. Das Pferd ist ein Flucht- und gleichzeitig ein Beutetier und der Hund genau das Gegenteil, ein Jagdtier und Jäger, was sich vom Grundsatz her überhaupt nicht verträgt, und vor allem nicht in unserer überreglementierten Welt mit all seinen Vorschriften und Verboten. Doch deswegen muss der Reiter nicht gänzlich auf seinen Hund verzichten, doch man muss beide, das Pferd und den Hund, aneinander gewöhnen. Das ist ein langwieriger Prozess, der viel Ausdauer, Feingefühl und auch Wissen erfordert.

Für diesen Zweck werden Begleithundeausbildungen angeboten, über die man im Internet und jeden Reitstall näheres erfahren kann. Doch wer sich dies allein zutraut, kann dies auch ohne einen Lehrgang machen. Eine unabdingbare Voraussetzung ist es, zwischen Hund und Pferd ein solides Vertrauensverhältnis aufzubauen. Beide müssen sich aneinander gewöhnen und Respekt voreinander haben. Hilfreich dabei ist auch, am Anfang eine Begleitperson mitzunehmen, denn viele Übungen am Pferd oder mit dem Hund kann man nicht alleine machen und erfordern dies einfach. Und die Befehle müssen prompt befolgt werden, Diskussionen mit dem Hund gibt es hier nicht. Denn für alle Beteiligten soll es letztlich eine Bereicherung und ein schönes Erlebnis sein, zusammen auszureiten.

Und noch einige Tipps zum Abschluss. Die vielen Vorschriften und Reglementierungen in heutiger Zeit erfordern viel Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Nicht alle Reiter vertreten hier die gleichen Ansichten und nicht alle Hunde und Pferde haben die gleiche Veranlagung. So sollte man sich vor seinem Ausritt entsprechend informieren, wo man sich mit seinem Pferd und dem Hund noch frei bewegen darf. Auch ist mancherorts Leinenzwang angesagt. Darum sollte man die Leine immer mit sich führen. aber keine Aufrollleine, wegen der Unfallgefahr. Und im Stall ist ein Hund meistens auch nicht erwünscht. Also besser vorher anleinen, bevor es Ärger gibt. Viel Spaß und viel Freude beim Ausritt.

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